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ORM Rallye Weiz, 09. / 10. August 2013:
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Rallye Weiz 2013: Sieg und Titel für Raimund Baumschlager

Wie im Vorjahr kürte sich der alte Staatsmeister aus Oberösterreich bei der Rallye Weiz zum neuen Staatsmeister / Hermann Neubauer wurde bei seinem S2000-Debüt guter Zweiter / Hannes Danzinger gewann die Division II.

Wie im letzten Jahr kürte sich heuer der alte Staatsmeister Raimund Baumschlager in Weiz zum neuen Staatsmeister Raimund Baumschlager. Den Sieg, der ihm den 11. Titel in seiner Karriere bescherte, sicherte sich der 53-jährige Oberösterreicher mit einem souveränen Auftritt in der Steiermark. Diesen ließ er sich auch durch heftigste Unwetter am ersten Tag nicht entwerten. Im Gegenteil, selbst im Regen blühte der Champion so richtig auf. Insgesamt gewann Baumschlager in Weiz acht Sonderprüfungen und war im Ziel glücklich und voll des Lobes zugleich: „Das ist eine traumhaft schöne Rallye, bei der man bis zum letzten Meter hellwach sein muss. Es waren sehr schwierige Bedingungen, besonders der rutschige Asphalt, als es noch trocken war. Mein elfter Titel freut mich natürlich sehr. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich im Rallyesport so lange aktiv sein und auf einem so hohen Niveau fahren kann. Hier gebührt mein Dank natürlich in erster Linie auch meinen Sponsoren, die mir schon seit Jahrzehnten die Treue halten.“



Platz zwei ging an Hermann Neubauer, der mit einem Peugeot 207 eine überaus geglückte S2000-Premiere feiern konnte: „Ich bin überglücklich und hochzufrieden mit meinem zweiten Platz“, meinte der Salzburger. „In so einem Auto zu sitzen, ist ein herrliches Gefühl. Ich denke, ich habe mich nicht so schlecht angestellt. Dass ich dazu sogar noch drei SP-Bestzeiten herausfahren konnte, ist fast die Krönung. Ich kann mich nur bei allen Sponsoren bedanken, die mir dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Wer weiß, was sich einmal ergibt, vielleicht habe ja noch einmal die Chance dazu. Zur Rallye Weiz kann ich nur sagen, dass ich ja jetzt schon einige internationale Läufe gefahren bin, aber das hier zählt von den Prüfungen über die Organisation zu den absolut tollsten Veranstaltungen. Alle Entscheidungen, die trotz wirklich teils schwieriger Witterungsbedingungen getroffen worden sind, waren zu hundert Prozent richtig.“

Zufrieden zeigte sich auch der Drittplatzierte Gerwald Grössing: „Unser Ziel bei dieser Rallye war es, den deutschen WM-Starter Armin Kremer und Mario Saibel auf Distanz zu halten. Bei einem letztendlichen Vorsprung von eineinhalb Minuten ist uns das wohl eindrucksvoll gelungen.“

Der angesprochene Mario Saibel saß in Weiz erstmals in einem Skoda Fabia S2000 und wurde Fünfter, womit er durchaus gut leben kann: „Das war mein erster Kontakt mit einem S2000-Auto, und ich kann nur sagen, ich habe jeden Meter genossen. Schade, dass die Rallye schon aus ist. Es war einfach nur geil! Den Rest der heurigen Meisterschaft werde ich nützen, um weiter zu lernen und mit dem Auto noch näher zusammenzuwachsen.“

Umjubelt wurde von den Fans in Weiz besonders das Grazer Brüderpaar Gunthard und Arno Puchleitner, die nur durch ein Missgeschick einen absoluten Spitzenplatz versäumten, trotzdem als Achte noch unter den top ten landeten: „Die Weiz-Rallye wird immer unser Heimrennen bleiben, wo wir unseren Speed zeigen können. Mehr ist leider mangels Sponsoren nicht möglich. Schade dass wir durch einen Reifenschaden mehr als fünf Minuten verloren haben. Sonst haben wir keinen Fehler gemacht.“

Die Division II sicherte sich Hannes Danzinger. Der Niederösterreicher im Renault Clio ist heuer international in der ERC unterwegs und nutzte die Rallye Weiz unter anderem zur Formüberprüfung. „Ich freue mich natürlich über den Sieg in der 2WD-Wertung, aber wie immer gesagt ist der Test für die kommende ERC-Rallye in Zlin immer im Vordergrund gestanden. Das was ich sehen wollte, habe ich gesehen, dahingehend kann man unsere Aufgabe also als gelungen betrachten.“ Michael Böhm übernahm mit einem zweiten Platz die Führung in der Meisterschaft. „Nach dem Ausfall von Peter Ebner am Freitag habe ich im Hinblick auf die Meisterschaft nichts mehr riskiert. 18 sichere Punkte waren mir ehrlich gesagt wichtiger als eine Harakiri-Aktion mit blödem Ausgang.“

Den Rallyepokal der OSK Division P2 gewannen in Weiz Gerald Rigler/Martin Roßgatterer (Mitsubishi Evo III). In der Division P3 hießen die Sieger Willi Rabl/Uschi Breineßl, und die Division P4 ging an Reini Sampl/Barbara Watzl (Mitsubishi Evo X).

Im Opel Corsa OPC Cup gewann Lokalmatador und Seriensieger Daniel Wollinger vor dem Salzburger Rene Rieder und dem Oberösterreicher Gerhard Aigner.

In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft holte sich Johannes Huber trotz seines gestrigen Ausfalls noch volle Punkte. Im Historischen Rallyepokal der OSK siegte Kurt Göttlicher. Die Wertung zum Alpe Adria Cup gewann überlegen der Italiener Mirko Carraro.

Die Rallye Weiz die an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal als Lauf zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft ausgetragen wurde, erwies sich auf Grund der äußeren Bedingungen als schwierige, sehr anspruchsvolle und sportlich hochstehende Veranstaltung.

An beiden Rallyetagen gab es extrem heißes und schwüles Wetter, das am Freitag in den späten Nachmittagsstunden von heftigen Gewittern abgelöst wurde. Trotzdem gelang es dem Rallyeclub Steiermark mit Organisationschef Mario Klammer an der Spitze, eine Super-Rallye durchzuführen. Klammer: „Vorerst möchte ich mich bei den 18 Anrainergemeinden für ihre Unterstützung bedanken, dies gilt natürlich auch für unsere Sponsoren. Ein besonderer Dank geht an unsere eigene Mannschaft. Es war speziell am Freitagabend nicht leicht, bei diesen schwierigen Witterungsbedingungen kurzfristig die richtigen Entscheidungen zu treffen, wobei die interne Kommunikation leider sehr stark durch die außergewöhnlichen Wetterkapriolen beeinflusst wurde. Sportlich muss man allen Fahrern und Teams für ihren tollen Einsatz danken. Dies gilt natürlich auch für die rund 30.000 Fans die in die Rallyeregion gekommen sind. Dabei hat sich auch die neu geschaffene Weiz App für Smartphones bestens bewährt, die ihre User immer mit aktuellen Informationen versorgt hat. Dies gilt auch für den erstmals zum Einsatz gekommen Fahrer Mentalcoach, der von den Teilnehmern erfolgreich angenommen wurde.

Rallye Weiz 2013, Endstand:
1. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha A/D Skoda Fabia S2000 1:46:57,5 Std
2. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Peugeot 207 S2000 +1:27,1 Min
3. Gerwald Grössing/Siegfried Schwarz A/A Mitsubishi Evo IX R4 +2:11,8 Min
4. Armin Kremer/Timo Gottschalk D/D Ford Fiesta RRC +3:39,7 Min
5. Mario Saibel/Ursula Mayrhofer A/A Skoda Fabia S2000 +3:52,7 Min
6. Hannes Danzinger/Kathi Wüstenhagen A/D Renault Clio R3 +6:28,4 Min
7. Michael Böhm/Katrin Becker A/D Suzuki Swift 1600 +6:57,9 Min
8. Gunthard Puchleitner/Arno Puchleitner A/A Mitsubishi Evo IX +9:24,3 Min
9. Gerald Rigler/Martin Rossgatterer A/A Mitsubishi Evo III +12:05,3 Min
10. Fanz Kohlhofer/Gernot Wagner A/A Subaru Impreza +12:09,5 Min

Sonderprüfungsbestzeiten: Raimund Baumschlager 8, Hermann Neubauer 3, Armin Kremer 1, Gerwald Grössing 1

Die wichtigsten Ausfälle: Christian Kornherr (SP2/Motorschaden), Peter Ebner (SP3/Unfall), Markus Moufang (ZK 3/Aufgabe), Ossi Posch (SP 8/Getriebeschaden), Daniel Zieser (SP 9/Keilriemenscheibe), Tessitore (SP 9/Unfall), Walter Mayer (ZK 10/Aufgabe).

Punktestand Division I (nach sechs Läufen): 1. Raimund Baumschlager 116, 2. Beppo Harrach 88, 3. Gerwald Grössing 79, 4. Kris Rosenberger 54.

Punktestand Division II (nach sechs Läufen): 1. Michael Böhm 92, 2. Peter Ebner 74, 3. Daniel Wollinger 54, 4. Alois Handler 48, 5. Hannes Danzinger 40.

Die Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft wird mit der ARBÖ Rallye am 20./21. September (Admont / Rosenau) fortgesetzt.

Fotos / Videos Rallye Weiz 2013:
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