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Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft:
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Vorschau Rebenland Rallye 2019: 69 Teams aus 8 Nationen - Frühjahrsauftakt an der Weinstraße!

  • 69 Teams aus 8 Nationen haben ihre Nennung abgegeben / 42 heimischen Piloten stehen 27 ausländische Teams gegenüber
  • In der Königsklasse ORM duellieren sich gleich zehn R5-Piloten um den Sieg / Großangriff auf Jungstar Julian Wagner
  • Einige Premieren und Spitzenkämpfe in allen Klassen warten auf die Fans

Fotos: Harald Illmer

ORM: Spannung hoch zehn im Rebenland!

Mit der 8. Ausgabe der Rebenland-Rallye steht der zweite Teil der heurigen österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft auf dem Programm. Nach dem turbulenten Auftakt im tiefsten Winter des Mühlviertels, der Jännerrallye in Freistadt, geht es für die besten Piloten des Landes und etliche internationale Starter ins malerische Landschaftsbild der Südsteiermark. 



Mit dem größten Augenmerk muss wohl der Oberösterreicher Julian Wagner rechnen. Der 23-jährige Mauthausener war der Sensationsmann des Meisterschaftsauftakts und fuhr dort, obwohl erst zum ersten Mal in einem R5-Boliden sitzend, die Konkurrenz in Grund und Boden, gewann schließlich mit über acht Minuten Vorsprung. Julian Wagner kann wieder auf die tatkräftige Hilfe von BRR-Teamchef Raimund Baumschlager setzen. Aus dessen Stall kommt Wagners sicher wieder siegfähiges Arbeitsgerät, der Skoda Fabia R5. Trotz des beeindruckenden Saisonstarts bleibt der 2WD-Staatsmeister des Jahres 2017 auf dem Boden, lässt Erfolgsdruck (noch) gar nicht aufkommen. Julian Wagner: „Die Rebenland-Rallye taugt mir sehr, ich kenne sie bisher aber nur mit einem zweirad-getriebenen Auto. Mit einem R5-Boliden ist es meine Asphalt-Premiere. Daher werden wir es nicht anders anlegen als bei der Jännerrallye. Wir werden versuchen, unseren Speed zu fahren und nicht auf irgendjemand anderen schauen. Die Meisterschaft ist zweitrangig, im Vordergrund steht noch immer das Lernen und die Suche nach der perfekten Abstimmung.“



Hochmotiviert und mit ein wenig Wut im Bauch kommt Hermann Neubauer mit seinem Ford Fiesta R5 nach Leutschach. Der Staatsmeister des Jahres 2016 war bei der Jännerrallye schon nach einer Sonderprüfung draußen und gilt diesmal trotzdem neuerlich als Siegertipp Nummer 1. Hermann Neubauer: „Mein Streichresultat für heuer habe ich bei der Jännerrallye ja leider schon verbraucht. Aber jetzt freue ich mich riesig auf die Rebenland-Rallye, die ich vor drei Jahren ja schon einmal gewonnen habe. Dort werde ich versuchen, es etwas ruhiger anzugehen und vor allem den Spaß am Rallyefahren, den ich im Vorjahr schon ein bissel verloren habe, wiederzufinden. Ich war schon einmal Meister, muss mir und niemandem etwas beweisen und auch nicht mit Muss noch einmal Meister werden. Mit der nötigen Gelassenheit werde ich trotzdem versuchen, so schnell wie möglich unterwegs sein.“

Auch der Drittplatzierte von Freistadt, der Oberösterreicher Gerhard Aigner, hat es wieder geschafft, einen Einsatz in der Südsteiermark aufzustellen. Der Vorchdorfer sitzt wie zuletzt in einem Skoda Fabia R5 von BRR, hat jedoch einen neuen Beifahrer an seiner Seite: Gerhard Aigner: „Bei mir ist es wie immer ein finanzielles Roulette, ob ich bei einer Rallye dabei sein kann oder nicht. Fürs Rebenland hat es zum Glück wieder geklappt. Diese Rallye mag ich sehr gern, dort war ich immer irgendwie vorne dabei. Das ist auch diesmal mein Ziel. Mit Sigi Schwarz hab‘ ich einen äußerst routinierten und erfolgreichen Copiloten an Bord. Er ist aus meiner Gegend, und so hat sich eine Zusammenarbeit für Leutschach relativ einfach ergeben.“



In der Julian-Wagner-Jagdgesellschaft möchte auch Johannes Keferböck eine führende Rolle spielen. Der aktuelle Vizestaatsmeister aus Oberösterreich bildet mit WM-Copilotin Ilka Minor im Skoda Fabia R5 ein pfeilschnelles Gespann. Johannes Keferböck: „Ich bin die Rebenland-Rallye letztes Jahr zum ersten Mal gefahren und habe da meine wichtigsten Aufschlüsse für den Umgang mit einem R5-Auto auf Asphalt gewinnen können. Für heuer ist das Ziel dementsprechend ganz klar, so viele Punkte als geht mitzunehmen. Aber man muss es auch sehr vorsichtig angehen, die Meisterschaft ist noch sehr jung, da muss man erst einmal schauen, wo man eigentlich steht.“

Sehr gespannt darf man auf die ORM-Premiere des Grazers Günther Knobloch in einem Skoda Fabia R5 sein. Der zweifache Gesamtsieger des M1 Rallye-Masters erfüllte sich mit dem Einstieg in die höchste Klasse der heimischen Titeljagd einen persönlichen Traum. Günther Knobloch: „Dem Start im Rebenland fiebere ich schon richtig entgegen. Die Schneerosenrallye, wo ich vor zehn Tagen Zweiter geworden bin, war ein gutes Training. Aber ein ORM-Lauf ist natürlich eine andere Liga. Hier gilt es einmal eine Standortbestimmung zu suchen. Was ich auf jeden Fall schon weiß ist, dass es ein unglaublich geiles Gefühl ist, in einem R5 zu sitzen und damit um Punkte zu fahren.“



Eine Premiere feiert auch der Kärntner Günther Lichtenegger. Er lenkt einen Citroen C3 R5. Dieses Fabrikat war erst letztes Jahr im April bei der WM-Rallye in Korsika erstmals international im Einsatz. Günther Lichtenegger ist als Geschäftsführer einer Isolierfirma in Wolfsberg beruflich extrem ausgelastet. Umso mehr freut er sich auf seinen Einsatz im Rebenland. „Ich habe eine kleine Lücke in meinem übervollen Terminplan genützt, um nach längerer Zeit wieder einmal bei einer Rallye starten zu können. Dazu habe ich mir einen Citroen C3 R5 von Wurmbrand Racing angemietet. Das ist ein Auto, das mir optisch wirklich total gut gefällt, und ich freue mich, dass ich dieses Fahrzeug auch den Zuschauern bieten kann. Nachdem ich wie gesagt schon länger nicht dabei war und auch mein Arbeitsgerät erst kennen lernen muss, darf ich mir nicht allzu viel ausrechnen. Ich werde aber sicher mit viel Freude an die Sache herangehen und versuchen, den Leuten eine gute Show zu bieten.“

Zu den Stichwörtern Show und Premiere passt freilich auch der Wahl-Grazer Kris Rosenberger perfekt. Er weilt momentan bei der Rallye Mallorca, bei der er nach seinem vorjährigen Sieg Titelverteidiger ist. Im Rebenland präsentiert Rosenberger erstmals in der ORM einen Porsche 997 GT-3 und hofft, damit nicht nur die Fans mit einem unvergleichlichen Sound zu faszinieren, sondern auch über kurz oder lang im Spitzenfeld mitreden zu können. Kris Rosenberger: „Die Rebenland-Rallye ist leider die denkbar ungünstigste für die Premiere mit meinem GT-3-Porsche, weil es dort immer sehr viel Splitt gibt und es da mit den breiten Reifen umso schwieriger ist, auf der Straße zu bleiben. Aber ich denke doch, dass ich trotzdem in der Lage bin, den einen oder anderen Kontrahenten zu sekkieren. Vielleicht nicht gleich in Leutschach, aber in weiterer Folge sind schon die Top 5 mein Ziel. Zu einem Sieg wird’s meiner Meinung nach nicht reichen, weil im Normalfall ein Hecktriebler gegen einen R5 keine Chance hat.“



Der prominenteste ausländische Starter kommt aus Tschechien und ist niemand geringerer als 2WD-Europameister Jan Cerny. In Leutschach bringt er jedoch wie schon letztes Jahr einen Allradler zum Einsatz. Allerdings diesmal keinen Ford Fiesta R5, mit dem er ja 2018 den zweiten Platz holte, sondern heuer einen Skoda Fabia R5 – mit dem er aber sicher auch nicht langsamer unterwegs sein wird.

Aus Ungarn kommen ebenfalls drei R5-Piloten, die vor allem den Mitropacup im Auge haben: Pal Lovász lenkt einen Hyundai i20 R5, Szabolcs Várconyi einen
Skoda Fabia R5 und Gergely Fogasy einen Ford Fiesta R5.

Als Hechte im R5-Karpfenteich dürfen sich wieder Gernot Zeiringer aus dem steirischen Birkfeld und Stefan Fitz aus Weiz fühlen. Beide pilotieren einen Skoda Fabia S2000, und beide liegen auch in ihrer Zielsetzung nahezu gleichauf. Gernot Zeiringer: „Bei uns ist alles im grünen Bereich. Ich habe am letzten Samstag noch einen Test absolviert. Nun steht die Rallye vor der Tür, und da möchte ich zumindest der beste Nicht-R5-Pilot sein.“ Stefan Fritz: „Die kürzlich abgelaufene Schneerosenrallye war ein gutes Training für mich. Ich bin für Leutschach gerüstet, freue mich drauf und habe einen Top-ten-Platz im Visier.“



Das hochwertige Klasse-2-Feld komplettieren die deutschen Mitsubishi-Piloten Hermann Gassner (Evo X), Martin Kainz (Evo IX) und Wolfgang Irlacher (Evo IX), der Tiroler Hans-Peter Haid (Evo X), der Niederösterreicher Christian Luif (Evo IX), der Wiener Stefan Müller (Evo IX) sowie die Subaru-Artisten Robert Zitta aus Oberösterreich, Hermann Haslauer, Christian Windischberger und Herbert Weingartner, alle aus Niederösterreich.

Zwischenstand in der ORM:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Wagner Julian Skoda Fabia R5 BRR
28
2
Rigler Gerald Ford Fiesta R5 ZM Racing Team
18
3
Aigner Gerhard Skoda Fabia R5 BRR
16
4
Lengauer Michael Subaru WRX STI Subaru Bamminger Rallye Team
12
4
Keferböck Johannes Skoda Fabia R5 Eurosol Rally Team Austria
12
6
Fischerlehner Martin Mitsubishi Lancer ***
11
7
Stitz Bernhard Mitsubishi Lancer ***
9
8
Traxl Mario Mitsubishi Lancer Race Rent Austria
8
9
Desl Martin Skoda Fabia R5 MSC Schenkenfelden
7
10
Königseder Günther Lancia Delta Integrale MSC Schenkenfelden
6
11
Stürmer Horst Audi Coupe Quattro ***
5
12
Steinbock Markus Hyundai i20 R5 MSC Schenkenfelden
4
13
Gündeseder Roland Mitsubishi Lancer ***
3
14
Kalteis Martin Mitsubishi Lancer Rallye ABST
2
15
Zitta Robert Subaru WRX STI ***
1

Vorschau ORM-2WD:

Für die 2WD-Staatsmeisterschaft sind Fahrzeuge der Klassen 3, 4, 5, 7.1, 7.2 und 7.3 zugelassen, womit sich logischerweise das größte Starterfeld ergibt.

Der nach der Jännerrrallye in der Meisterschaft führende Martin Ritt (Volvo 740GL) ist in Leutschach ebenso am Start wie der viertplatzierte Enrico Windisch im Citroen C2R2 Max. Den beiden Steirern steht im Rebenland jedoch eine enorm starke Konkurrenz gegenüber. Als klarer Topfavorit muss hier, obwohl er als Deutscher in der heimischen Meisterschaft nicht punkteberechtigt ist, Hermann Gassner jun. mit seiner österreichischen Copilotin Ursula Mayrhofer gehandelt werden. Vor dem Start in Leutschach hat Duo hat mit dem Toyota GT86 CS-R3 noch einen perfekten Testlauf. Am kommenden Wochenende (8./9. März) steht nämlich in Deutschland mit der Saarland-Pfalz-Rallye der Saisonstart auf dem Programm.

Mit den Steirern Martin Pucher (Citroen Saxo) und Michael Röck (Opel Adam R2) muss man ebenso rechnen wie mit dem Niederösterreicher Alois Handler (Peugeor 207 R3). Schnelle Zeiten konnten aber auch schon steirische Lokalmatadore wie Gert Prugger (Opel Corsa OPC), Manuel Kurz (BMW E36), Johann Stelzl (Opel Corsa), Fritz Krump (Renault Clio Sport), Hansjörg Matzer (Opel Corsa) oder Patrick Knoll (Ford Fiesta ST) vorweisen.

Dazu gesellen sich noch mehrere ausländische Starter mit Schnelligkeits-Potenzial wie z. B. der Rumäne Eugen Caragui, der Slowene Matej Pozar oder der Ungar Martin Laszlo. Sie alle lenken einen Peugeot 208 R2.

Zwischenstand in der ORM-2WD:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Ritt Martin Volvo 740GL ***
28
2
Apfelthaler Oliver Honda Civic ***
20
3
Stuksa Marek Skoda Felicia ***
16
4
Windisch Enrico Citroen C2R2 Max Signed Streets Motorsport
12
5
Holakovsky Ales Skoda Felicia ***
11

Vorschau ORM Junior:

Der Oberösterreicher Alexander Baumgartner (VW Käfer) ist im Rebenland der Gejagte in der Junioren-Staatsmeisterschaft. Martin Ritt (Volvo 740 G), Michael Röck (Opel Adam R2), Gert Prugger (Opel Corsa OPC), Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), Rene Kauder (Fiat Stilo 1,9) und der Ungar Martin Laszlo (Peugeot 208 R2) sind seine Jäger.

Zwischenstand in der ORM Junior:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Baumgartner Alexander VW Käfer ***
25
2
Ritt Martin Volvo 740GL ***
18

Vorschau Rallye Cup der AMF:

Der Rallye Cup der Austrian Motorsport Federation (AMF) wird in zwei Kategorien ausgetragen - dem Rallye Cup und dem Rallye Cup 2000.

Das Reglement sieht es jedoch so vor, dass Teilnehmer im Cup 2000 (= zweirad-getriebene Fahrzeuge) gleichzeitig auch im Rallye Cup (= Allradler) punkten können, umgekehrt jedoch nicht.

Dadurch ergibt es sich, dass sich in Leutschach vor allem Routinier Robert Zitta (Subaru WRX) gute Chancen im Rallye Cup ausrechnen darf. Aber auch Christian Windischberger (Subaru WRX), Christian Luif (Mitsubishi Evo IX), Andreas Schart (Mitsubishi Evo IX), Hans-Peter Haid (Mitsubishi Evo X), Herbert Weingartner, Hermann Haslauer (beide Subaru Impreza), Harald Schloffer (Mazda 323 GTR), Martin Kainz (D/Mitsubishi Evo IX) bzw. Zoltan Laszlo aus Ungarn (Mitsubishi Evo X) sind jederzeit für einen Spitzenplatz gut.



Im Rallye Cup 2000 stehen Martin Pucher (Citroen Saxo), Michael Röck (Opel Adam R2), Alois Handler (Peugeot 207 R3) oder auch Enrico Windisch (Citroen C2 R2 Max), verfolgt  von einer Heerschar junger, schneller Konkurrenten, im engeren Favoritenkreis.

Zwischenstand im Rallye Cup:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Lengauer Michael Subaru Impreza WRX STI Subaru Bamminger Rallye Team
28
2
Fischerlehner Martin Mitsubishi Lancer ***
18
3
Stitz Bernhard Mitsubishi Lancer ***
16
4
Mario Traxl Mitsubishi Lancer Race Rent Austria
12
5
Gündeseder Roland Mitsubishi Lancer ***
11
5
Zitta Robert Subaru Impreza WRX ***
11
7
Kalteis Martin Mitsubishi Lancer Rallye ABST
10
8
Ritt Martin Volvo 740 GL ***
8
9
Stockinger Markus Mazda 323 ***
7
10
Apfelthaler Oliver Honda Civic ***
6

Zwischenstand im Rallye Cup 2000:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Apfelthaler Oliver Honda Civic ***
28
2
Stuksa Marek Skoda Felicia ***
20
3
Windisch Enrico Citroen C2R2 Max Signed Steets Motorsport
16
4
Holakovsky Ales Skoda Felicia ***
12

Vorschau Historic Staatsmeisterschaft und Historic Rallye Cup:

Last but not least wird den Fans im Rebenland auch wieder eine tolle Punktejagd unter den Teilnehmern mit Historischen Boliden geboten.

In der Historischen Staatsmeisterschaft (HRM) obliegt dem Niederösterreicher Gerhard Openauer (Ford Escort RS2000) die beste Setzung. Er muss  sich auf nationaler Ebene mit dem Wiener Goran Dokic (Ford Escort MK1 RS2000), dem Steirer Helmut Schwab (Mitsubishi Lancer 2.0 Turbo), dem Vorarlberger Richard Ronay (Ford Escort RS1800), dem Kärntner Walther Stietka (VW Käfer 1302), dem Niederösterreicher Hans Wieger (Ford Escort 1600) und dem oberösterreichischen Meisterschafts-Leader Alexander Baumgartner (VW Käfer) messen.



Aus internationaler Sicht stehen ihm die beiden Italiener Guido Persello (Opel Kadett GTE) und Rino Muradore (Ford Escort RS 2000) sowie der Ungar Meszi Ati (Lada) gegenüber.

Im Historischen Rallye Cup (HRC) ist sind als einziger Jännerrallye-Starter der Oberösterreicher Günter Königseder (Lancia Delta Integrale) und der Steirer Matthias Haas (BMW 318iS) auch im Rebenland dabei, weshalb die beiden schon mit 25 bzw. 18 Punkten vor ihren Leutschacher Mitstreitern liegen. Hier rücken ihnen jedoch die Italiener Daniele Stekar (Renault 5 Alpine) und Elvio Volpato (Toyota Corolla GT 1600) auf den Pelz.

Zwischenstand in der Historic Rallye Staatsmeisterschaft:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Baumgartner Alexander VW Käfer ***
28
2
Petrasek Jiri Opel Ascona ***
26
3
Ronay Richard Ford Escort ***
20

Zwischenstand im Historic Rallye Cup:

Pl
Name Fahrzeug Bewerber/Team
Gesamt
1
Königseder Günther Lancia Delta Integrale MSC Schenkenfelden
28
2
Raab Karl BMW 318iS Rallye Club Perg
25
3
Stürmer Horst Audi Coupe Quattro ***
20
4
Haas Mathias BMW 318iS ***
18
5
Fragner Gerhard Mazda 323 BG ***
16
6
Belohradsky Tomas BMW 318iS ***
15

Neue Gesichter und alte Bekannte in den M1 Rallye-Masters:

Wie in den letzten Jahren bildet die Rebenland Rallye den Auftakt zu den M1 Rallye-Masters. Neben den alten Bekannten Patrick Knoll und dem 2WD-ORM führenden Martin Ritt feiern Andreas Schart und Manuel Kurz im Rebenland ihre Rallye-Premiere.

Andreas Schart ist nicht ganz unbekannt im entfernteren Rallyeumfeld. Der Lavanttaler hat schon viele Trainingseinheiten auf den Eisbahnen im Lungau hinter sich. Der erste Probegalopp unter echten Rallyebedingungen fand letztes Jahr bei der Heimrallye rund um Wolfsberg in einem serienmäßigen Mitsubishi Evo 8 als Vorausauto statt. Die Lust auf einen Start im Wettbewerb gab es schon länger, 2019 ist es gemeinsam mit Copilot und Supporter Christoph Gutschi endlich soweit.

Der fahrbare Untersatz, ein Mitsubishi Evo 9, wurde vom M1-Vorjahressieger Günther Knobloch übernommen. Dass dieses Auto großes Potential hat, konnte Knobloch 2016 schon mit Gesamtplatz 2 beim ARC-Lauf in Kärnten schon beweisen. Schart schraubt die Erwartungen vor dem ersten Rallyestart aber ordentlich nach unten: „Im Rebenland geht es für uns erstmal ums Kennenlernen vom Auto und dem Ablauf bei einer Rallye. Wir werden vorsichtig anfangen, nichts riskieren und nichts kaputt machen. Trainieren kann man ja nirgends, das muss dann bei der Rallye selber passieren. Bei der Heimrallye im Lavanttal drei Wochen später wollen wir dann aber schon ein ordentliches Tempo fahren.“

Ebenso neu mit dabei ist Manuel Kurz. Der Steirer hat einen BMW 328i E36 aufgebaut und ist im Rebenland zum ersten Mal als Fahrer am Start, nachdem er in den letzten Jahren bereits im Serviceteam bei Andreas Aigner und Christian Pirz dabei war. Etwas Rennerfahrung gibt es bereits vom Motocross fahren, nun folgt der Umstieg auf 4 Räder: „Rallyefahren ist was neues für mich, ist aber sicher genauso lustig, vor allem mit Heckantrieb. Der BMW ist ein super Auto dafür, wir freuen uns schon richtig!“

Vor genau einem Jahr war Patrick Knoll noch der Rallye-Rookie im Rebenland. Ein Jahr und fünf Rallyestarts im Ford Fiesta ST später ist das Rebenland keine so große Unbekannte mehr, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. „Da haben wir uns letztes Jahr die wohl schwierigste Rallye zum Anfangen ausgesucht. Heuer sind wir sicher um einiges schneller. Hoffentlich dürfen wir diese wirklich schönen Sonderprüfungen diesmal auch bei schönem Wetter fahren.“

In einer unerwarteten Position befinden Martin Ritt vor dem Start im Rebenland. Am Papier ist der Volvo 740 zwar deutlich unterlegen, aber durch die beachtliche Performance bei der Jänner Rallye kommen Martin und Anna-Maria sogar als Führende in der 2WD-Rallye-Staatsmeisterschaft in die Südsteiermark. Martin nimmt das aber gelassen: „Wir schauen gar nicht auf diese Wertungen. Es ist einfach eine Freude zu fahren, vor allem vor so vielen Zuschauern. Schön wäre es aber schon, wenn es ein bisschen mehr Konkurrenz in vergleichbaren Autos gäbe. Weil so können wir eigentlich nur auf Regen hoffen, da macht der Leistungsunterschied nicht so viel aus.“

Mit vier Teams ist das M1 Teilnehmerfeld diesmal eher klein, das liegt aber unter anderem an zwei erfreulichen Aufstiegen: M1-Vorjahressieger Günther Knobloch fordert im Skoda Fabia erstmals Österreichs R5-Elite heraus und LG2-Vorjahressieger Michael Röck startet im Opel Adam R2 den Angriff auf die 2WD-Rallye-Staatsmeisterschaft.

Mitropa Rally Cup 2019:

Er ist in seiner mittlerweile 55. Saison und hat trotzdem nichts an seiner Faszination verloren: der Mitropa-Rally-Cup, die Rallye-EM für Amateure und Privatfahrer.

Dass in den vergangenen 50 Jahren zahlreiche Teilnehmer diesen Wettbewerb auch als Sprungbrett für eine internationale Karriere nutzten, zeigt die zudem enorm vorrausschauende Weitsicht der Gründerväter in der Mitte der Sechzigerjahre. Neben Gedanken der grenzüberschreitenden Völkerverständigung war und ist anspruchsvoller Rallyesport auf einer kostengünstigen Basis einer der Grundpfeiler des Mitropa-Rally-Cups. Italiener wie Sandro Munari oder Rafaele Pinto, der Österreicher Franz Wittmann sen. oder der Deutsche Armin Schwarz haben ihre ersten internationalen Gehversuche im Mitropa-Rally-Cup begonnen. Die absolut erfolgreichsten Teilnehmer am Mitropa Rally Cup kommen aber aus Deutschland. Matthias Moosleitner und Hermann Gassner senior. „Moosi“, wie er von seinen Freunden genannt wird, war 1984, 1985, 1989, 1990, 1991 und 2000 Gesamtsieger der Serie, während „Hermann sen. der große Schweiger“, 2001, 2007, 2008, 2010,  2013 und 2015 sechs Gesamtsiege feiern durfte.

Der heurige Saisonauftakt des Mitropa Rally Cup im Rahmen der österreichischen Meisterschaft findet nun schon zum achten Mal in Leutschach, in der südsteirischen Weinregion statt. Im letzten Jahr verlangten die sehr selektiven Sonderprüfungen von den Teams volle Konzentration und absolute Höchstleistungen. Die Wetterbedingungen waren sehr unterschiedlich. Am Beginn am Freitag mit Regen, danach am Nachmittag mit Sonnenschein und am Schlusstag mit fast winterlichen, sehr rutschigen Bedingungen Im Vorjahr gab es einen deutschen Dreifachsieg. Hermann Gaßner jr. gwann vor Hermann Gassner sen. (beide Mitsubishi Evo X) und Manuel Kößler (Subaru Impreza). Der Sieg im Mitropa Rallye Cup Historic ging an den Schweizer Burghart Brink (Lancia Delta Integrale).

Nennstatistik: 69 Teams aus 8 Nationen bei Rebenland Rallye 2019

42 heimischen Piloten stehen 27 ausländische Mannschaften gegenüber. Steiermark stellt 17 Teams, vor OÖ u. NÖ mit je 7 und Kärnten mit 6 Startern.

So wurden für die Topklasse 2  fünfzehn Autos für die Teilnahme genannt. Davon werden sich zehn Starter mit R5 Boliden gegenüber stehen. Darunter befinden sich acht Piloten mit dem Status eines nationalen Prioritätsfahrers. Ein Fahrzeug wurde in der neu geschaffenen Klasse RGT genannt

Bei den Zweirad-angetriebenen Boliden (Klassen 3, 4, 5, 7.2/2WD und 7,3/2WD) sind auf der Nennliste 22 Fahrzeuge zu finden. Die historischen Starter sind in den (Klassen 6.1 – 6.6) mit achtzehn Startern vertreten.

Für den Österreichischen Rallye Cup (Klassen 2, 3, 4, 5, 7,1, 7.2, und 7,3 haben 27 Teams ihre Nennung deponiert 30 Teams haben sich für den klassischen Mitropacup und auch für den historischen Mitropacup eingeschrieben Markenstatistik: Je 10 Starter fahren auf Ford und Mitsubishi, dann folgt Skoda mit 8 Nennungen,  je fünfmal vertreten sind Opel und Peugeot, viermal findet man Subaru, Citroen und Toyota. Je zwei Starter fahren auf Lancia, BMW Renault, Suzuki und VW, während Hyundai, Porsche, Honda, Abarth, Mazda, Volvo, Rover, Fiat und Lada  je einmal in der Nennliste zu finden sind.

Acht verschiedene Nationen sind bei der Rebenland Rallye 2019 vertreten. Die Ungarn kommen mit 10 Piloten, die Deutschen mit 9 Startern, Italien ist viermal vertreten, je eine Mannschaft kommt aus Tschechien, Rumänien, Slowakei und Schweiz  

Österreich stellt 42 Mannschaften, hier hat die Steiermark mit 17 Startern den weitaus höchsten Anteil. Dann folgen Oberösterreich und  Niederösterreich mit je sieben  genannten Teams vor Kärnten  mit sechs Mannschaften. Zweimal ist Wien vertreten und je ein Starter kommt aus Salzburg und Vorarlberg.

Marktgemeinde Leutschach wichtiger Partner der Rallyeorganisation:

Die Marktgemeinde Leutschach an der Weinstraße in der Südsteiermark beteiligt sich auch an der achten Auflage der Rebenland Rallye 2019 und ist somit weiter ein wichtiger und wertvoller Partner der Rallyeorganisation.

Die Rebenland-Rallye wird heuer bereits zum achten Mal durchgeführt. Die bisherigen sieben Veranstaltungen waren sportlich hochwertig und brachten auch der Region ein sehr positives Ergebnis. Erfreulich dabei waren das Engagement und die Identifikation der Bevölkerung sowie die tolle Unterstützung der gesamten Region Rebenland.

Vonseiten der Aktiven und der Teams gab es viel Lob für die bisherigen sieben Rallyes, die ohne die geringsten Probleme über die Bühne gegangen sind. Man konnte in den bisherigen sieben Jahren ca. 110.000 Besucher auf den einzelnen Sonderprüfungen begrüßen. Herausragend war die tolle Infrastruktur der Region, die dabei ihre wirtschaftliche Kapazität bestens präsentieren konnte. Diese positive Bilanz war auch der Grund für die Verantwortlichen, die Rebenland Rallye nunmehr zum achten Mal durchzuführen. Diesmal wird man in den Zuschauerzonen einen Unkostenbeitrag von € 5.- einheben, diese Regelung gilt für beide Rallyetage. Kinder bis zu 15 Jahren sind davon ausgenommen.
 
Auch heuer unterstützt die Marktgemeinde Leutschach an der Weinstraße die Rallye als Partner. Durch die Berichterstattung in den diversen Medien entsteht in der Region auch ein erheblicher Werbewert für das Rebenland, der von großer Bedeutung ist. Vor allem die Beherbergungs- und Gastwirtschaftsbetriebe sind die Nutznießer bei diesem Großereignis.

Die Feuerwehren bei der Rallye werden gestellt von der:
Freiwilligen Feuerwehr Leutschach
Freiwilligen Feuerwehr Maltschach
Freiwilligen Feuerwehr Arnfels

Technische Daten der 8. Rebenland Rallye 2019:

Gesamtkilometer: 315,67 Kilometer
Inkludiert sind: 16 Sonderprüfungen mit einer Distanz von 169,53 Kilometern
Streckenbeschaffenheit: 100 % auf Asphalt

Downloads / Informationen:

Alle weiteren Informationen zur 8. Rebenland Rallye 2019 finden Sie unter: www.rebenland-rallye.at

Rebenland Rallye 2019
Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak

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Video-Trailer Rebenland Rallye 2019:
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