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Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft:
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Lietz Sport Jännerrallye 2019: Julian Wagner deklassierte das übrige Feld!

Eine der schwierigsten Jännerrallyes aller Zeiten fand mit dem 23-jährigen Sensationsmann aus Mauthausen auch einen Sieger, der in die Geschichte dieser Traditionsveranstaltung eingehen wird - Er gewann seine erste Rallye mit einem Skoda Fabia R5 mit über acht Minuten Vorsprung.

Fotos: Harald Illmer

Man kann munkeln und mauscheln, wie man will. Was wäre gewesen, wäre Favorit Hermann Neubauer nicht bereits zu Beginn der Jännerrallye 2019 wegen eines unverschuldeten Unfalls mit einem Privat-Pkw ausgeschieden?

Hätte, wäre, könnte . . . Tatsache ist, ein Selbstläufer wäre der diesjährige Auftakt zur Rallye-Staatsmeisterschaft für den Champion 2016 ganz sicher nicht geworden. Dazu war die Performance, die die Brüder Julian und Simon Wagner an diesen zwei Tagen zeigten, einfach zu beeindruckend! Genauso beeindruckend übrigens, wie die Leistung aller Teams, die sich an eine der wohl schwierigsten Jännerrallyes ihrer 34-jährigen Geschichte heranwagten.

Der Mix aus heftigen Schneefällen, schlechten Sichtverhältnissen, tückischen Verwehungen und glattestem Terrain war gleichsam Schmerz wie Spaß für jeden Piloten, der das Glück hatte, heuer in Freistadt dabei zu sein und im Endeffekt dabei zu bleiben. 19 von insgesamt 51 Startern gelang das nicht, sie wurden von der Jännerrallye 2019 abgeworfen.

Dass Julian Wagner, der heuer zum ersten Mal mit einem Skoda Fabia R5 in der Klasse der stärksten Fahrzeuge mitfährt, am Ende aus der Reihe der besten Piloten Österreichs noch herausragte, war einerseits dem unglaublichen Talent des 23-jährigen Mauthauseners geschuldet, andererseits auch dem BRR-Team von Rekordmeister Raimund Baumschlager, der die Fähigkeiten des jungen Mannes schon länger beobachtet und ihn für die heurige Saison mit einem Skoda Fabia R5 ausgestattet hat. Julians fulminanter Vorsprung von über acht Minuten auf den letztendlich Zweitplatzierten Gerald Rigler bzw. über neun Minuten auf den Drittplatzierten Gerhard Aigner lässt sich eigentlich am besten von den drei selbst beantworten:

Julian Wagner (Skoda Fabia R5): „Hier zu gewinnen, ist einfach nur ein Traum. Ich bin zum ersten Mal in einem Skoda Fabia R5 gesessen. Ich kann mich nur bei allen bedanken, die da mitgeholfen haben, meinen Sponsoren, den unglaublichen Fans entlang der Strecken und ganz speziell bei Raimund Baumschlager, dessen BRR-Team uns ein top-vorbereitetes Auto zur Verfügung gestellt und der mich immer wieder mit den nötigen Tipps versorgt hat.”

Gerald Rigler (Ford Fiesta R5): „Ich wäre eigentlich mit einem Top-5-Platz hochzufrieden gewesen. Aber Platz zwei ist natürlich unglaublich. Wir haben nach anfänglichen Schwierigkeiten super in die Rallye reingefunden. Ohne Fehler ist es nicht gegangen, aber offensichtlich oder zum Glück haben die anderen mehr gemacht als wir. Gratulation an Julian, diese Rallye mit so einem Vorsprung zu gewinnen – Hut ab! ”

Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5): „Das war mit Sicherheit die schwierigste Rallye, die ich je bestritten habe, aber es war einfach geil. Julian kann man nur gratulieren, er ist gigantisch gefahren. Über den neuerlichen Podestplatz hier nach Rang zwei im Vorjahr bin ich sehr, sehr happy!”

Während der ehemalige 2WD-Staatsmeister (2017) Julian Wagner mit seiner deutschen Copilotin Anne Katharina Stein also zu Recht über seinen ersten ORM-Sieg jubeln durfte, hatten neben Hermann Neubauer auch andere Hauptdarsteller weniger Glück. Simon Wagner, schon letztes Jahr praktisch als Sieger noch auf der letzten Etappe ausgeschieden, wurde auch heuer von der Technik seines Autos im Stich gelassen und musste auf dem Weg zu Platz zwei den Skoda Fabia auf SP 13 Bad Zell – Tragwein Aisttal mit einem Elektronikdefekt abstellen. Die 13 freilich wurde auch Vorjahrssieger Johannes Keferböck zum Verhängnis. Der Pregartner verlor nach einem Ausritt in den Schnee über 10 Minuten und damit seine Chance auf einen weiteren Podestplatz. Und Lokalmatador Ernst Haneder musste nach der Unglücksprüfung sogar vollends aufgeben. Und auch der Deutsche Routinier Hermann Gaßner kam hier nicht ins Ziel. Besonders bitter – es war die insgesamt 500. Rallye in der unglaublichen Karriere des Bayern. Schon zuvor musste auf SP 9 in Unterweißenbach der letztjährige Sensations-Vierte Johann Seiberl nach einem Ausritt die Segel streichen.

Umso glücklichere Gesichter sah man hingegen im Lager der Lokalmatadore, die dadurch mit leistungsmäßig schwächeren Boliden zu einem Spitzenplatz bei der Traditionsrallye fuhren. An vorderster Front natürlich ein weiterer Sensationsmann -  Michael Lengauer im Subaru WRX, der bei seiner ersten Jännerrallye überhaupt eigentlich nur ins Ziel kommen wollte und nunmehr über einen nie erwarteten vierten(!) Gesamtrang jubeln durfte („Das war ein unfassbares Erlebnis. Ich hab‘ mich von Anfang an wohl gefühlt und keinen einzigen wirklich schweren Fehler gemacht.“) Martin Fischerlehner im Mitsubishi Evo 6.5 holte noch vor Johannes Keferböck Platz fünf. Und auch diese Spitzenfahrer sprachen angesichts der extremen Bedingungen genauso wie die restlichen Top-ten-Piloten Bernhard Stitz, Mario Traxl und  Günther Königseder von „einer Jännerrallye, so wie man sich eine solche halt vorstellt“!  

Die Jännerrallye-Endstände in den anderen Klassen:

2WD-Staatsmeisterschaft: 1. Martin Ritt (Volvo 740 GL), 2. Oliver Apfelthaler (Honda Civic), 3. Marek Stuksa (Tch/Skoda Felicia).
 
Junioren-Staatsmeisterschaft: 1. Alexander Baumgartner (VW Käfer), 2. Martin Ritt (Volvo 740 GL).

Österreichischer Rallye Cup: 1. Martin Lengauer (Subaru WRX), 2. Martin Fischerlehner (Mitsubishi), 3. Bernhard Stitz (Mitsubishi).

Rallye Cup 2000: 1. Oliver Apfelthaler (Honda), 2. Marek Stuksa (Tch/Skoda Felicia),  2. Enrico Windisch (Citroen CR2).

Historische Rallye-Staatsmeisterschaft: 1. Alexander Baumgartner (VW Käfer), 2. Jiri Petrasek (Tch/Opel Ascona), 3. Richrd Ronay (Fiord Escort).

Historischer Rallye Cup: 1. Günter Königseder (Lancia), 2. Horst Stürmer (Audi Coupe Quattro), 3. Gerhard Fragner (Mazda 323).

Endstand nach 16 Sonderprüfungen:
01. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 2:39:28,8 Std
02. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +8:21,1 Min
03. Gerhard Aigner/ Martin Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +9:02,3 Min
04. Michael Lengauer/Andreas Thauerböck A/A Subaru WRX +14:34,2 Min
05. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +16:49,0 Min
06. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +17:22,4 Min
07. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +19:27,8 Min
08. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +19:50,0 Min
09. Martin Desl/Günther Bergsmann A/A Skoda Fabia R5 +21:32,3 Min
10. Günther Königseder/Lukas Holzer A/A Lancia Delta +21:51,7 Min
11. Horst Stürmer/Rene Zauner A/A Audi Coupe Quattro +22:47,9 Min
12. Markus Steinbock/Markus Pötscher A/A Hyundai i20 R5 +25:20,7 Min
13. Roland Gündeseder/Georg Ratzenböck A/A Mitsubishi Evo IX +26:05,7 Min
14. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo IX +29:54,9 Min
15. Robert Zitta/Peter Stemp A/A Subaru WRX +32:14,5 Min

Sonderprüfungsbestzeiten: Julian Wagner 13, Simon Wagner 2, eine Prüfung (SP 11) wurde witterungsbedingt aus Sicherheitsgründen neutralisiert

Die wichtigsten Ausfälle: Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5/nach SP 1/Unfall), Martin Rossgatterer (Mitsubishi Evo V/SP )/Off-road), Johann Seiberl (Mitsubishi Evo VI/SP 9/Off-road), Gerald Bachler (Subaru WRX/SP 10/technischer Defekt), Hermann Gaßner (Mitsubishi Evo X/SP 13/technischer Defekt), Simon Wagner (Skoda Fabia R5/SP 13/technischer Defekt), Ernst Haneder (Skoda Fabia R5/nach SP 13/technischer Defekt), Rudolf Fischerlehner (Mitsubishi Evo VII/SP 14/technischer Defekt)

Punktestand in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft
ORM: 1. Julian Wagner 28 Punkte, 2. Gerald Rigler 18, 3. Gerhard Aigner 16, 4. Michael Lengauer und Johannes Keferböck je 12, 6. Martin Fischerlehner 11.

Nächster Rallye-Staatsmeisterschaftslauf: 15./16. März Rebenland Rallye in Leutschach

Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak
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Galerie Lietz Sport Jännerrallye 2019 - IR7.at: Fotos: © Harald Illmer
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Nach SP 14: Tür zum Sieg für Julian Wagner weit offen!
 

Nach einer überaus turbulenten SP 13 hat der Führende bei der LIETZ SPORT Jännerrallye in Freistadt sportlich gesehen praktisch nur noch sich selbst als Gegner / Simon Wagner musste aufgeben / Neuer Zweiter ist Gerald Rigler.

Fotos: Harald Illmer

14 Wertungsabschnitte sind bei der 34. LIETZ SPORT Jännerrallye presented by LT1 OÖ absolviert. Bei tief winterlichen Verhältnissen sind heute Abend noch zwei Prüfungen zu fahren, aber möglicherweise ist bereits eine Vorentscheidung zu Gunsten von Sensationsmann Julian Wagner gefallen. Denn hinter dem mittlerweile elffachen SP-Sieger des Spektakels in Freistadt hat sich einiges getan.

So fasste zuerst Julians Bruder und einziger ernst zu nehmender Verfolger Simon Wagner eine Zeitstrafe von einer Minute aus, weil sein Skoda Fabia am Vormittag im Regrouping in Unterweißenbach abgestorben war und es ihm und Copilot Gerald Winter erst mit sechs Minuten Verspätung (= 10 Sekunden Strafe pro Minute) gelungen ist, ihn wieder in Gang zu bringen. Ein Ärgernis, das auf SP 13 Bad Zell – Tragwein Aisttal jedoch auch schon egal war, denn da war für den seit Beginn der Rallye stets Zweitplatzierten endgültig Schluss. Der Bolide von Simon Wagner  ließ sich nach einem Ausrutscher nicht mehr aus dem immer höher werdenden Schnee befreien. Dasselbe Schicksal ereilte auch Vorjahressieger Johannes Keferböck und Lokalmatador Ernst Haneder. Sie konnten ihre Skodas zwar mit Hilfe der Zuschauer wieder befreien, kamen aber mit einem Rückstand von 10,40 bzw. 9,30 Minuten ins Ziel, wodurch sie ihre Topplatzierungen verloren. Haneder musste danach enttäuscht aufgeben. Erwischt hat es auf der SP 13 auch Hermann Gaßner. Der Deutsche kam bei der 500. Rallye seiner Karriere nicht ins Ziel.


 
Auch Gerhard Aigner im Skoda Fabia R5 verlor in der Chaos-Prüfung nach einem Ausritt über drei Minuten, konnte damit jedoch zumindest seinen dritten Gesamtrang halten. Neuer Zweiter hinter Julian Wagner ist nunmehr, allerdings bereits mit fast sieben Minuten Rückstand, Gerald Rigler im Ford Fiesta R5.

Julian Wagner hat für die letzten zwei Prüfungen logischer Weise nur ein Rezept: „Volle Konzentration und null Risiko. Das Auto und uns nur heil ins Ziel bringen.“

LIETZ SPORT Jännerrallye 2019, Zwischenstand nach 14 von 16 Sonderprüfungen:
01. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 2:11:56,4 Std
02. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +7:02,3 Min
03. Gerh. Aigner/ M. Sztachovics-Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +8:08,1 Min
04. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +11:24,3 Min
05. Michael Lengauer/Andreas Thauerböck A/A Subaru WRX +13:09,6 Min
06. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +15:34,2 Min
07. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +15:38,5 Min
08. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +16:35,7 Min
09. Martin Desl/Günther Bergsmann A/A Skoda Fabia R5 +17:37,5 Min
10. Günther Königseder/Lukas Holzer A/A Lancia Delta +19:10,5 Min
11. Horst Stürmer/Rene Zauner A/A Audi Coupe Quattro +19:20,5 Min
12. Roland Gündeseder/Georg Ratzenböck A/A Mitsubishi Evo IX +21:48,3 Min
13. Markus Steinbock/Markus Pötscher A/A Hyundai i20 R5 +22:01,7 Min
14. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo IX +25:57,9 Min
15. Robert Zitta/Peter Stemp A/A Subaru WRX +28:40,8 Min


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Nach SP 12: Wagner/Wagner weiter das Maß aller Dinge!

Am zweiten Tag der LIETZ SPORT Jännerrallye in Freistadt geben die Mühlviertler Brüder Wagner weiterhin den Takt vor / Vier Prüfungen vor Schluss hat Julian seine Führung vor Simon wieder ausgebaut / Dahinter tobt ein hautenger Kampf um den dritten Podestplatz.

Fotos: Harald Illmer

Bei neuerlich einsetzendem Schneefall wurde der zweite Teil der 34. LIETZ SPORT Jännerrallye presented by LT1 OÖ heute in der Früh in Freistadt gestartet. Die wichtigste Meldung zum Tag: Julian Wagner, der Hauptdarsteller des ersten Abschnitts, konnte seine ebenso tolle wie noch unvollendete Arbeit fortsetzen. Der Grund, der den Sensationsmann gestern Abend nach sieben gewonnenen Sonderprüfungen plötzlich bremste, war harmloser als zuerst angenommen. Wagners Teamchef Raimund Baumschlager klärte auf: „Zum Glück war nicht wie befürchtet das Getriebe des Skoda Fabia betroffen, sondern nur der Übergang vom Schaltgestänge zu diesem.“ Das sogenannte Uniballgelenk war gebrochen. Dies kann passieren, wenn man zum Beispiel auf einer Eisplatte bei blockierenden Rädern schaltet. Baumschlager weiter: „Ein klassischer 4-Euro-Schaden, den wir relativ problemlos beheben konnten.“

Mittlerweile sind 12 der insgesamt 16 Sonderprüfungen absolviert, wobei die SP 11 in Unterweißenbach wegen starker Schneeverwehungen und Sichtbehinderungen neutralisiert werden musste. Womit auch schon ein Eindruck von den extremen Verhältnissen wiedergegeben ist, mit denen die Teilnehmer zu kämpfen haben. Trotzdem schwärmt dank dem vielen Schnee weiterhin jeder Pilot von „der geilsten Jännerrallye seit sehr, sehr langer Zeit“.

Zurück zum sportlichen Geschehen: Hier setzt Julian Wagner mit repariertem Boliden weiterhin seine One-Man-Show fort. Seinen kurzfristig auf 20 Sekunden geschrumpften Vorsprung auf seinen ebenfalls in einer eigenen Liga und einen Skoda R5 fahrenden Bruder Simon Wagner, hat der Jüngere der beiden momentan mittels zwei weiteren SP-Bestzeiten schon wieder auf 34 Sekunden ausgebaut.

Zum absoluten Krimi entwickelt sich der Kampf um Platz drei. Hier hatte Johannes Keferböck nach einem starken Tagesbeginn wieder die Nase vor seinem schärfsten Widersacher Gerhard Aigner. Doch im hautengen Duell der beiden Skoda-Piloten hat Aigner nunmehr wieder zurückgeschlagen und liegt 0,7 Sekunden vor dem Vorjahressieger Keferböck. Also praktisch nichts im Hinblick auf die noch fehlenden vier höchst anspruchsvollen Nachmittagsprüfungen Bad Zell – Tragwein Aisttal und Lasberg.

Dass es nicht zu einer Fünffach-Führung für Skoda reicht, liegt an Gerald Rigler, der sich im Schnee von Freistadt mit seinem Ford Fiesta R5 immer wohler fühlt und Ernst Haneder im Skoda Fabia von seinen vorne liegenden Markenkollegen trennt.

Als bester Nicht-R5-Pilot findet sich der 12-fache Jännerrallye-Teilnehmer Martin Fischerlehner (Mitsubishi Evo 6.5) als Siebenter im Klassement. Dem Freistädter folgt ein weiterer Oberösterreicher, dessen Leistung ebenfalls höchsten Respekt verdient. Jännerrallye-Debütant (!) Michael Lengauer im Subaru WRX ist starker Achter.

LIETZ SPORT Jännerrallye 2019, Zwischenstand nach 12 von 16 Sonderprüfungen:
1. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 1:45:25,7 Std
2. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Skoda Fabia R5 +34,1 Sek
3. Gerh. Aigner/ M. Sztachovics-Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +4:16,8 Min
4. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +4:17,5 Min
5. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +6:16,0 Min
6. Ernst Haneder/Daniel Foissner A/A Skoda Fabia R5 +6:42,2 Min
7. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +8:45,9 Min
8. Michael Lengauer/Andreas Thauerböck A/A Subaru WRX +10:57,8 Min
9. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +11:57,3 Min
10. Hermann Gaßner/Lena Öttl D/D Mitsubishi Evo X +12:35,7 Min
11. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +12:50,4 Min
12. Martin Desl/Günther Bergsmann A/A Skoda Fabia R5 +13:49,7 Min
13. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo IX +15:06,4 Min
14. Günther Königseder/Lukas Holzer A/A Lancia Delta +15:41,4 Min
15. Horst Stürmer/Rene Zauner A/A Audi Coupe Quattro +15:55,2 Min

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Galerie Lietz Sport Jännerrallye 2019 - IR7.at: Fotos: © Harald Illmer
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Lietz Sport Jännerallye 2019 - Freitag: Die große Show des Zauberlehrlings!

Der 23-jährige Julian Wagner war eigentlich zur LIETZ SPORT Jännerrallye nach Freistadt gekommen, um in der Allrad-Klasse Fuß zu fassen / Nun liegt er nach dem ersten Tag 20 Sekunden vor seinem Bruder Simon / Und nur ein Getriebedefekt verhinderte eine noch weit klarere Führung des R5-Debütanten.

Fotos: Harald Illmer

Mit den Sonderprüfungen 7 und 8 ging der erste Tag der LIETZ SPORT Jännerrallye heute zu Ende. Die Prüfung freilich war nur eine, die jedoch zwei Mal befahren wurde, nämlich zwei Mal exakt 18,79 Kilometer zwischen Schönau  und St. Leonhard. Dass das Mühlviertler Brüderpaar Julian und Simon Wagner in ihrer Heimat eine ganz eigene Show abziehen, war nicht nur bereits den ganzen Tag ersichtlich, sondern bekam besonders auf SP 7 einen ganz neue Dimension, als die beiden den Rest des Feldes um über eine Minute abhängten. Überraschend dabei war lediglich, dass mit Julian eigentlich der Jännerrallye-unerfahrenere der beiden Wagners bereits mit 1:50 Minuten vorne lag. Als aber alles schon mit dem totalen Halbzeit-Triumph, also acht SP-Siegen des 23-jährigen Mauthauseners rechnete, kam dieser auf der letzten Prüfung des Tages plötzlich mit eineinhalb Minuten Rückstand ins Ziel. Diagnose: Getriebeprobleme beim Skoda Fabia R5 und dementsprechende Hektik im Serviceplatz des BRR-Teams, für das Julian Wagner erstmals in einem Allrad-Auto sitzt. Und dementsprechendes Aufatmen, als der sensationell agierende „Lehrling“ den Boliden doch noch ins Service brachte, wo dieser im Hinblick auf morgen begutachtet wurde. Statt fast zwei Minuten Vorsprung auf seinen Bruder Simon übernachtet Julian „nur“ mit 20 Sekunden Guthaben, schlafen wird  er vermutlich trotzdem gut. Denn erstens erfuhr er, dass beim Skoda das Getriebe komplett getauscht und der Bolide somit morgen wieder tiptop am Start stehen wird, zweitens war Wagners Performance schier unglaublich.

Und wenn schon von „unglaublich“ die Rede ist, dann muss man nur einige Aussagen der Teilnehmer zusammenfassen, um einen Eindruck darüber zu gewinnen, was an diesem Wochenende motorsport-technisch rund um Freistadt los ist und tausende Zuschauer geboten bekommen:

 Julian Wagner (Skoda Fabia R5): „Durch den dichten Schneefall und die einbrechende Dunkelheit ist es am Ende praktisch ein reiner Blindflug. Ich habe trotzdem versucht, nix zu riskieren, um mir diesen sensationellen Tag nicht noch zu verhauen. Gegen den Defekt am Schluss kannst leider nichts machen. Das Uniballgelenk ist gebrochen, weshalb ich die Hälfte der Prüfung nur im zweiten Gang bestreiten konnte. Ich bin aber zuversichtlich, dass die BRR-Techniker das hinkriegen. Jetzt heißt es, das Ganze einmal richtig einzuordnen und morgen ähnlich konzentriert ans Werk zu gehen. Ich sitze zum ersten Mal in einem so starken Auto und bin schließlich hier her gekommen, um zu lernen.“

Simon Wagner (Skoda Fabia R5): „Das ist einfach nur phantastisch, bei solchen Schneebedingungen Rallye zu fahren. Obwohl es dann wieder weniger Spaß macht, wenn man eh mit zwei Minuten Abstand wegfährt und dann trotzdem auf zwei Vorderleute aufläuft. Aber da sieht man halt auch, wie schwierig das Ganze ist. Für Julian tut’s mir ein bissel leid, Baumschlager Racing hat ihm ein Top-Auto zur Verfügung gestellt. Jetzt wird’s morgen richtig spannend.“

Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5): „Leider musst ich als Erster in die Abendprüfungen gehen und so praktisch für die anderen den Schneepflug spielen. Das ist nicht ideal, aber ist halt so. Morgen ist noch ein ganzer Tag. Und am riesigen Spaß, bei solchen traumhaften Winterverhältnissen Rallye zu fahren, ändert es auch nichts.“

Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5): „Das war so richtig brutal. Es ist so glatt, so eine Sonderprüfung wie die 7 und 8 bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht gefahren.“

Ernst Haneder (Skoda Fabia R5): „In der Tat waren das sehr, sehr schwierige Prüfungen. Solche Verhältnisse, noch dazu bei Dunkelheit bin ich leider nicht gewöhnt. Aber eine super Herausforderung ist es halt trotzdem.“

Gerald Rigler (Ford Fiesta R5) „ich bin begeistert von dieser Rallye. Es hat zwar nicht so gut begonnen, aber ich bin immer besser reingekommen, und mittlerweile voll im Rennmodus.“

Martin Fischerlehner (Mitsubishi Evo 6.5): „Ich bin momentan der beste Pilot mit einem Nicht-R5-Boliden. Das freut mich natürlich besonders. Zwar bin ich schon zum 12. Mal bei der Jännerrallye am Start, aber so eine tolle Atmosphäre mit so viel Schnee wie diesmal hab ich nicht sehr oft genießen können.“

Gerald Bachler (Subaru Impreza) zum Thema „Höllenritt“: „Ich bin noch nie durch die Hölle geritten, aber wenn es einmal so weit sein sollte, dann kann ich mir vorstellen, dass es ungefähr so abläuft wie das, was wir soeben erlebt haben.“

Günther Königseder (Lancia Delta Integrale): „Das ist einfach Rallye pur. Soviel Schnee, so stellt man sich die Jännerrallye vor, das beste Mühlviertel, das ich je erlebt habe.“

Rene Zauner (Beifahrer von Horst Stürmer im Audi Coupe Quattro): „Das war das geilste Rallye-Feeling aller Zeiten. Ich hätte fast geschrien vor Freude, wie der Horstl das Auto über die spiegelglatte Prüfung getreten hat.“

Unter den 13 Ausfällen des ersten Tages befindet sich nicht nur Topfavorit Hermann Neubauer, sondern u. a. auch Vorjahrs-Organisator Robert Zitta und der Gesamtvierte des letzten Jahres Johann Seiberl.

Die „Halbzeit“stände in den anderen Klassen:

2WD-Staatsmeisterschaft: 1. Martin Ritt (Volvo 740 GL), 2. Marek Stuksa (Tch/Skoda Felicia), 3. Enrico Windisch (Citroen CR2)

Junioren-Staatsmeisterschaft: 1. Alexander Baumgartner (VW Käfer), 2. Martin Ritt (Volvo 740 GL)

Österreichischer Rallye Cup: 1. Martin Fischerlehner (Mitsubishi), 2. Martin Rossgatterer (Mitsubishi), 3. Gerald Bachler (Subaru)

Rallye Cup 2000: 1. Marek Stuksa (Tch/Skoda Felicia), 2. Enrico Windisch (Citroen CR2), 3. Oliver Apfelthaler (Honda)

 Historische Rallye-Staatsmeisterschaft: 1. Alexander Baumgartner (VW Käfer), 2. Helmut Schwab (Mitsubishi), 3. Jiri Petrasek (Tch/Opel Ascona)

Historischer Rallye Cup: 1. Horst Stürmer (Audi Coupe Quattro), 2. Günter Königseder (Lancia), 3. Markus Ossberger (Audi Coupe Quattro)

 
LIETZ SPORT Jännerrallye 2019, Zwischenstand nach dem ersten Tag (8 von 16 SP):
01. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 1:23:10,0 Std
02. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Skoda Fabia E5 +20,7 Sek
03. Gerh. Aigner/ M. Sztachovics-Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +3:24,2 Min
04. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +3:30,2 Min
05. Ernst Haneder/Daniel Foissner A/A Skoda Fabia R5 +4:45,5 Min
06. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +5:07,5 Min
07. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +6:38,4 Min
08. Martin Rossgatterer/Philip Hahn A/A Mitsubishi Evo V +8:07,1 Min
09. Gerald Bachler/Christoph Wögerer A/A Subaru WRX +8:22,3 Min
10. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +9:18,0 Min
11. Michael Lengauer/Andreas Thauerböck A/A Subaru WRX +9:23,2 Min
12. Rudolf Fischerlehner/Benjamin Gruber A/A Mitsubishi Evo VII +9:29,0 Min
13. Hermann Gaßner/Lena Öttl D/D Mitsubishi Evo X +9:29,1 Min
14. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +9:58,9 Min
15. Martin Desl/Günther Bergsmann A/A Skoda Fabia R5 +10,55,6 Min

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Nach SP6: Alle haben Räder, nur Julian Wagner hat Flügel!

Nach bislang drei Sonderprüfungen führt Julian Wagner die LIETZ SPORT Jännerrallye relativ klar vor Simon Wagner an/ Topfavorit Hermann Neubauer ist bereits ausgeschieden.

Fotos: Harald Illmer

Mit dem „zweiten Ringerl“ standen am heutigen Nachmittag die Teilnehmer der 34. Internationalen LIETZ SPORT Jännerrallye presented by LT1 OÖ vor der zweiten entscheidenden Phase des Saisonauftakts, der insgesamt 16 Sonderprüfungen umfasst. Wie am Vormittag mussten wieder die Wertungsabschnitte Pierbach, Liebenau und St. Oswald überwunden werden. Und wie am Vormittag war es erneut und deshalb nicht weniger überraschend Julian Wagner, der dem Spektakel rund um Freistadt seinen dominanten Stempel aufdrückte. Der 23-jährige Mauthausener in Diensten des BRR-Teams von Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager flog scheinbar über die Prüfungen, während seine Konkurrenten über diese offensichtlich „nur“ fuhren.

Auch durch die Tatsache, dass sich die Bedingungen gegenüber der Früh durch wieder einsetzenden Schneefall sogar noch verschärft hatten, konnte den hochtalentierten Jungspund nicht bremsen. „Es ist deutlich glatter und die Sicht klar schlechter geworden“, meinte der Skoda-.Fabia-Pilot und wurde in dieser Hinsicht durch alle anderen Teilnehmer bestätigt. Allerdings auch in der Meinung, dass die Jännerrallye 2019 durch diese Verhältnisse „ein unglaublich geiles Erlebnis ist“!

Nach sechs absolvierten Prüfungen kann Julian Wagner jedenfalls auf ebenso viele Bestzeiten verweisen und führt mittlerweile bereits mit 1:40,9 Sekunden vor seinem eigentlich Jännerrallye-erfahreneren Bruder Simon Wagner. Welcher aber bemerkt: „Das ist bei einer Jännerrallye immer noch im Rahmen. Da kann sich das Blatt so schnell wenden. Die Rallye ist noch unglaublich lang.“ Nämlich heute noch zwei Prüfungen und morgen weiter acht.

Im Kampf um Platz drei matchen sich Vorjahressieger Johannes Keferböck aus Pregarten und der letztjährige Zweite Gerhard Aigner aus Vorchdorf. Wobei Aigner immer schneller wird und seinen Rückstand aufs Podest von zuletzt 18 auf nunmehr lediglich 6,7 Sekunden verringern konnte. Und weil der St. Oswalder Ernst Haneder

Gesamtfünfter ist, zeichnet sich ein momentaner totaler Triumph der Marke Skoda ab. Alle Spitzenpiloten eint jedenfalls eine Meinung – die der allgemeinen Zufriedenheit und die der absoluten „Freude, hier dabei sein zu können“!

LIETZ SPORT Jännerrallye 2019, Zwischenstand nach 6 von 16 Sonderprüfungen:

1. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 52:02,4 Min
2. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Skoda Fabia E5 +1:40,9 Min
3. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +2:41,4 Min
4. Gerh. Aigner/ M. Sztachovics-Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +2:48,1 Min
5. Ernst Haneder/Daniel Foissner A/A Skoda Fabia R5 +3:53,6 Min
6. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +4:32,2 Min

7. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +5:50,5 Min
8. Martin Rossgatterer/Philip Hahn A/A Mitsubishi Evo V +6:16,6 Min
9. Hermann Gaßner/Lena Öttl D/D Mitsubishi Evo X +6:41,2 Min
10.
Johann Seiberl/Daniel Pirklbauer A/A Mitsubishi Evo VI +6:58,1 Min
11. Gerald Bachler/Christoph Wögerer A/A Subaru WRX +7:01,6 Min
12. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +7:03,8 Min
13. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +7:13,4 Min
14. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo IX +7:14,3 Min
15. Martin Desl/Günther Bergsmann A/A Skoda Fabia R5 +7:16,9 Mi
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Nach SP3: Blitzstart der Wagner-Brothers!

Nach bislang drei Sonderprüfungen führt Julian Wagner die LIETZ SPORT Jännerrallye relativ klar vor Simon Wagner an/ Topfavorit Hermann Neubauer ist bereits ausgeschieden.

Fotos: Harald Illmer, Daniel Fessl

„Startnummer 1 pünktlich gestartet“, funkte der Streckenposten in Richtung Einsatzzentrale. Exakt um 7.53 Uhr wurde heute in der Früh der Salzburger Hermann Neubauer mit seinem Ford Fiesta R5 in die tief verschneite Sonderprüfung Pierbach entlassen und somit die 34. Internationale LIETZ SPORT Jännerrallye presented by LT1 OÖ auch wettkampfmäßig für eröffnet erklärt. Schon gestern war das Vorprogramm mit der Autosegnung durch Pfarrassistentin Dipl.-Pass. Irmgard Sternbauer auf dem Hauptplatz in Freistadt sowie dem Zeremonienstart mit Untermalung der Sängerin Ariana Schirasi-Fard in der Messehalle ein wahrer Publikumsmagnet.

Schon der erste Wertungsabschnitt hatte es freilich in sich und wurde gleich zum Fiasko für den Favoriten. Neubauer kämpfte während der Prüfung mit einem Bruch der Antriebswelle, schleppte sich als Zehnter ins Ziel. Doch auf der Verbindungsetappe zur SP 2 in Liebenau war dann endgültig und viel zu früh Schluss. Ein ohne Blinkzeichen nach links abbiegender Privat-Pkw übersah den Boliden von Neubauer, touchierte diesen mit der Folge, dass am Ford Fiesta des Ex-Staatsmeisters ein Rad wegbrach. „Die Jännerrallye und ich sind offensichtlich keine wirklich guten Freunde“, war Neubauer über seinen wiederholten Ausfall bei der Freistädter Wintershow enttäuscht. Über einen möglichen Restart des Salzburgers am morgigen Tag wird erst heute Abend entschieden.

Weit besser lief es für den Mauthausener Julian Wagner bei seinem allerersten Einsatz in einem Skoda Fabia R5. Der zwei Jahre jüngere Bruder des ebenfalls zum engsten Favoritenkreis zählenden Simon Wagner (ebenfalls Skoda Fabia R5) erwischte einen Traumstart, lag am Ende 40 Sekunden vor seinem Bruder in Führung. Dem Gesamtdritten, immerhin Vorjahrssieger Johannes Keferböck, nahm Julian Wagner gleich einmal über eine Minute ab.

Das enorme Tempo nahmen die Spitzenpiloten in Folge mit in die nächsten Aufgaben. Nach nunmehr drei Prüfungen liegt noch immer Julian Wagner in Führung und hat den Polster sogar auf 50 Sekunden gegenüber Simon Wagner ausgebaut. „Das ist natürlich eine freudige Überraschung und war so nicht zu erwarten“, war der Spitzenreiter naturgemäß zufrieden. „Aber ich schaue gar nicht auf die anderen, sondern versuche, meine Linie zu halten und so wenig Fehler wie möglich zu machen. Das ist mir bis jetzt gut gelungen.“

Simon Wagner ist ebenfalls gut gelaunt. „Man hat bei Hermann Neubauer gleich zu Beginn gesehen, wie schnell es leider einen Favoriten erwischen kann. So gesehen bin ich mit Platz zwei momentan zufrieden. Wir sind noch dabei, und die Rallye ist noch lang.“

Gerhard Aigner, letztes Jahr Zweiter, derzeit Vierter, macht sich Mut. „Ich war noch zu vorsichtig unterwegs. Das muss und werde ich ändern. Wobei man schon sagen muss, dass die Wagners ein unglaubliches Tempo vorgeben.“

Ein wenig Pech hatte Gerald Rigler, dem auf der SP 1 der Turboschlauch beim Ford Fiesta R5 runtergerutscht ist. Doch der Oberösterreicher konnte das Malheur selber reparieren. „Jetzt sind wir wieder mit einem guten Speed unterwegs“, sagte der Sechstplatzierte.

LIETZ SPORT Jännerrallye 2019, Zwischenstand nach 3 von 16 Sonderprüfungen:
1. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 25:54,2 Min
2. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Skoda Fabia E5 +50,1 Sek
3. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +1:40,3 Min
4. Gerh. Aigner/ M. Sztachovics-Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +1:58,3 Min
5. Ernst Haneder/Daniel Foissner A/A Skoda Fabia R5 +2:01,6 Min
6. Gerald Rigler/Jürgen Heigl A/A Ford Fiesta R5 +2:55,0 Min
7. Martin Rossgatterer/Philip Hahn A/A Mitsubishi Evo V +3:11,7 Min
8. Martin Fischerlehner/Cathi Schmidt A/A Mitsubishi Evo 6.5 +3:13,2 Min
9. Rudolf Fischerlehner/Benjamin Gruber A/A Mitsubishi Evo VII +3:25,8 Min
10. Robert Zitta/Peter Stemp A/A Subaru WRX +3:28,4 Min
11. Johann Seiberl/Daniel Pirklbauer A/A Mitsubishi Evo VI +3:28,8 Min
12. Gerald Bachler/Christoph Wögerer A/A Subaru WRX +3:32,6 Min
13. Markus Stockinger/J.Rainer Moser A/A Mazda 323 +3:34,6 Min
14. Mario Traxl/Michael Gallistl A/A Mitsubishi Evo IX +3:35,0 Min
15. Hermann Gaßner/Lena Öttl D/D Mitsubishi Evo X +3:37,2 Min

Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak

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Lietz Sport Jänner Rallye 2019 - Donnerstag: 51 Teams kämpfen ab morgen bei Jännerrallye gegen Eis & Schnee:

Wagner-Brüder und Keferböck aus OÖ jagen Salzburger Neubauer als Hasen / Die Fans erwartet im Mühlviertel seit dem Jahr 2015 wieder eine echte Winterrallye / Im heutigen Shakedown lagen die Favoriten vorne.

Fotos: Harald Illmer

Im Jahr 2015 gab es die letzte Jännerrallye mit absolut winterlichen Bedingungen. Dies wird sich heuer, fünf Jahre später, wiederholen. Seit dem gestrigen Mittwoch hat der Winter richtig Einzug im Mühlviertel gehalten. Fast neunzig Prozent der Strecke werden auf Schnee gefahren werden. Damit erfüllen sich die Wunschvorstellungen sowohl der Teams mit ihren Aktiven, der vielen Fans und die Gebete des Veranstalters Rallyeclub Mühlviertel, wieder eine echte Winterrallye organisieren zu dürfen.

52 Teams haben für die 34. Auflage der diesjährigen LIETZ SPORT Jännerrallye ihre Nennung abgegeben. 51 Mannschaften davon werden morgen tatsächlich an den Start gehen. Darunter befinden sich alle neun Piloten, die sich mit einem R5-Auto angesagt haben. Das sind Ex-Staatsmeister Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5), Vorjahressieger Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5), die Brüder Simon und Julian Wagner (beide Skoda Fabia R5), Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5), Ernst Haneder (Skoda Fabia R5), Gerald Rigler (Ford Fiesta R5), Martin Desl (Skoda Fabia R5) und Markus Steinbock (Hyundai i20 R5) .

Aber auch die etwas PS-schwächeren Boliden werden auf Grund der winterlichen Bedingungen sehr zu beachten sein und sind durchaus in der Lage, Top-ten-Plätze zu erreichen. Hier seien nur Johann Seiberl, Martin Kalteis, Martin Fischerlehner, Martin Rossgatterer, Mario Traxl (alle Mitsubishi) sowie Robert Zitta und Martin Lengauer (beide Subaru) erwähnt.

Im heutigen 2,6 Kilometer langen Shakedown in Oberrauchenödt – Mitterbach setzten die Favoriten gleich erste Duftmarken. Hermann Neubauer war mit 1:41,9 Minuten der Schnellste vor Simon Wagner (+2,2 Sek), Gerald Rigler (+2,8 Sek), Julian Wagner (+5,6 Sek), Gerhard Aigner (+8,3 Sek) und Johannes Keferböck (+10,0 Sek). Bester Nicht-R5-Pilot war Matin Rossgatterer im Mitsubishi Carisma Evo V als Siebenter mit 11,9 Sekunden Rückstand.

Downloads / Links:

> Nennliste Lietz Sport Jännerrallye 2019 (.pdf)

> Zeitplan Lietz Sport Jännerrallye 2019

Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak

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